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«Ziemlich grauenvolle Bilder»

Eine Reihe von US-Kongressabgeordneten durften die Fotos der Leiche von Osama Bin Laden betrachten. Der republikanische Senator James Inhofe beschreibt, was darauf genau zu sehen ist.

Befürwortet eine Veröffentlichung der Bin-Laden-Bilder: Der republikanische Senator James Inhofe.
Befürwortet eine Veröffentlichung der Bin-Laden-Bilder: Der republikanische Senator James Inhofe.
Keystone

«Es gibt viele Leute, welche die Bilder sehen wollen. Ich habe sie gesehen. Er war drauf. Er ist weg. Er ist Geschichte», erklärte der republikanische Senator James Inhofe CNN, der als Mitglied der Armeekommission zusammen mit anderen Kongressabgeordneten die Bilder der Leiche Osama Bin Ladens anschauen durfte.

Insgesamt 15 Fotos bekam der Senator zu Gesicht. Die meisten davon wurden noch in Bin Ladens Versteck im pakistanischen Abbottabad geschossen. Andere zeigten den toten Al-Qaida-Chef auf dem Kriegsschiff USS Vinson.

Die Bilder seien «ziemlich grauenvoll», wie Inhofe weiter ausführte: «Das Gehirn hing aus der Augenhöhle». Gemäss Angaben des Weissen Hauses hatte ein Schuss Bin Laden über dem linken Auge getroffen, wodurch ihm ein Teil des Schädels weggeschossen wurde. Präsident Barack Obama hatte anfangs erwogen, zumindest ein Foto zu veröffentlichen, sich dann aber dagegen entschieden.

Veröffentlichung bleibt ein Thema

Senator Inhofe bleibt indes bei seiner Meinung, die Bilder zu veröffentlichen – zumindest die Fotos auf der USS Vinson, auf denen die Leiche Bin Ladens gereinigt wurden. Der Al-Qaida-Chef sei darauf besser erkennbar.

Doch nicht alle Kongressabgeordneten sind der Meinung Inhofes. So stehen der demokratische Senator Bill Nelson und der demokratische Abgeordnete Steny Hoyer hinter dem Entscheid des US-Präsidenten. «Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, die Bilder von jemanden zu veröffentlichen, der getötet wurde», sagte Hoyer. Bill Nelson wird sich die Bilder nächste Woche im CIA-Hauptquartier in Langley ansehen.

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