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Zika-Mücke jetzt auch in Chile festgestellt

Bisher war Chile als einziges lateinamerikanisches Land von der Zika-Überträgermücke verschont geblieben. Die Gesundheitsministerin rief zu Vorkehrungen auf.

Das Zika-Virus ist besonders für Schwangere gefährlich: Eine Ärztin untersucht ein mit Mikroenzephalie geborenes Baby in einem Krankenhaus in der brasilianischen Stadt Campina Grande. (12. Februar 2016)
Das Zika-Virus ist besonders für Schwangere gefährlich: Eine Ärztin untersucht ein mit Mikroenzephalie geborenes Baby in einem Krankenhaus in der brasilianischen Stadt Campina Grande. (12. Februar 2016)
Felipe Dana/AP, Keystone
Gefährlicher Stich: Eine Tigermücke auf menschlicher Haut, aufgenommen in einem Forschungszentrum im kolumbianischen Cali. (25. Januar 2016)
Gefährlicher Stich: Eine Tigermücke auf menschlicher Haut, aufgenommen in einem Forschungszentrum im kolumbianischen Cali. (25. Januar 2016)
Luis Robayo, AFP
Kleine Stiche, grosse Wirkung: Die Gelbfiebermücke verursacht eine rasante Ausbreitung des Zika-Virus.
Kleine Stiche, grosse Wirkung: Die Gelbfiebermücke verursacht eine rasante Ausbreitung des Zika-Virus.
Keystone
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Erstmals seit Jahrzehnten ist in Chile die Mückenart entdeckt worden, die das besonders für Schwangere gefährliche Zika-Virus überträgt. Eine Ägyptische Tigermücke (Aedes aegypti) wurde in der Stadt Arica im Norden des Landes entdeckt.

Nun müssten besondere Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, teilte Gesundheitsministerin Carmen Castillo am Montag mit. Die Mückenart galt auf dem chilenischen Festland seit Anfang der 60er Jahre als ausgerottet; bislang gab es sie nur auf den zu Chile gehörenden Osterinseln im Pazifik.

Nur Kanada noch ohne Zika-Mücken

In Chile wurden bereits einige Zika-Fälle bei Menschen registriert, die sich im Ausland infiziert hatten. Zudem war eine Infektion durch sexuellen Kontakt im Land nachgewiesen worden. Nunmehr ist Kanada das einzige Land auf dem amerikanischen Kontinent, in dem es die Überträger-Mücke nicht gibt.

Das von Stechmücken übertragene Zika-Virus grassiert derzeit in Südamerika. Es führt bei rund 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen und ist normalerweise nicht tödlich.

Über 1,5 Millionen Infektionen in Brasilien

Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen, was zu der sogenannten Mikrozephalie führen kann – einem abnormal kleinen Kopf und häufig auch schweren Hirnschäden. Das Virus kann auch die schwere Nervenkrankheit namens Guillain-Barré-Syndrom auslösen.

Brasilien ist vom Virus am stärksten betroffen und steht zugleich wegen der Olympischen Sommerspiele im August besonders unter Druck. Insgesamt sind dort mehr als 1,5 Millionen Zika-Infektionen bekannt.

SDA/chi

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