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Die Furcht der Römer, die Nächsten zu sein

Eine Stadt voller kirchlicher Symbole: In der Drohpropaganda der Terroristen wird Rom besonders oft genannt. Und nun beginnt das päpstliche Jubiläumsjahr.

Für die Rhetoriker eines Glaubenskriegs kommt in Rom viel zusammen: Gläubige warten vor dem Petersdom auf die Ankunft von Papst Franziskus zur wöchentlichen Generalaudienz.
Für die Rhetoriker eines Glaubenskriegs kommt in Rom viel zusammen: Gläubige warten vor dem Petersdom auf die Ankunft von Papst Franziskus zur wöchentlichen Generalaudienz.
Keystone

Vor den prächtigen Basiliken Roms steht nun viel Militär. Vor San Pietro natürlich, aber auch vor San Giovanni und vor Santa Maria Maggiore. Tag und Nacht. Bewaffnete Soldaten im Tarnanzug, patrouillierend vor Gotteshäusern: An manche Bilder wird man sich wahrscheinlich nie gewöhnen.

Nach den Anschlägen von Paris hat die italienische Regierung die Truppen für den Schutz der römischen Kirchen und Kapellen schnell auf 2500 Soldaten ausgebaut. Sie verstärken die Präsenz von 25'000 Polizisten aller Corps, die ihrerseits die Bahnhöfe und Flughäfen der Stadt schützen, die U-Bahn-Stationen und die vielen Sehenswürdigkeiten. Innenminister Angelino Alfano beteuert zwar, er wolle Rom nicht militarisieren. Da und dort kommt es einem aber so vor, als wäre es das schon. Man soll die Sicherheitskräfte ja auch möglichst gut sehen, überall in der Stadt. Ihre Präsenz soll ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Es ist ein fragiles Gefühl.

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