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Frankreichs alte Dämonen sind zurück

Eineinhalb Monate nach den Charlie-Anschlägen brechen in Frankreich neue Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften auf. Diesmal allerdings nicht in den Wohnvierteln, sondern in der hohen Politik.

Frankreichs Premier François Hollande besuchte den jüdischen Friedhof, auf dem Grabsteine geschändet wurden. Foto: Vincent Kessler (Reuters)
Frankreichs Premier François Hollande besuchte den jüdischen Friedhof, auf dem Grabsteine geschändet wurden. Foto: Vincent Kessler (Reuters)

Die Blumensträusse sind längst verwelkt, ihre nassen Plastikfolien knistern im Wind. Auch die Erinnerung welkt vor dem «Hyper Cacher», dem jüdischen Supermarkt an der Porte de Vincennes, in dem es am 9. Januar zur mörderischen Geiselnahme kam. Vor dem im Umbau befindlichen Geschäftslokal gehen die Passanten in den Wind gebeugt, ohne einen Blick auf die dreissig Meter breite Auslage von Blumen, Kränzen und Schildern zu werfen.

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