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Franzosen nehmen Abschied von «Charb»

Der Chefredaktor des Satiremagazins «Charlie Hebdo» ist beigesetzt worden. Hunderte Menschen sowie Regierungsvertreter verfolgten die Zeremonie.

Abschied zehn Tage nach dem Attentat: Der Sarg mit dem Leichnam von Stéphane Cahrbonnier alias «Charb» in Pontoise bei Paris. (16. Janauar 2015)
Abschied zehn Tage nach dem Attentat: Der Sarg mit dem Leichnam von Stéphane Cahrbonnier alias «Charb» in Pontoise bei Paris. (16. Janauar 2015)
Martin Bureau, Keystone

Hunderte Menschen haben am Freitag bei einer Trauerfeier in der Nähe von Paris Abschied von «Charb» genommen, dem von Islamisten erschossenen Chef und Karikaturisten der französischen Satirezeitung «Charlie Hebdo».

Neben der Familie von Stéphane Charbonnier, der als «Charb» bekannt war, und überlebenden Mitarbeitern von «Charlie Hebdo» nahmen auch mehrere Minister der französischen Regierung an der Trauerfeier in Pontoise teil. «Charlie wird leben!», sagte der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon bei der Trauerfeier.

«Charb» sollte nach der Trauerfeier im engsten Kreis beerdigt werden. Hunderte Menschen verfolgten die Zeremonie, zu der unter anderem auch Justizministerin Christiane Taubira gekommen war, vor dem Gebäude auf einer Leinwand.

Der Zeichner «Charb» hatte ab 2009 die Wochenzeitung «Charlie Hebdo» geleitet, die wegen ihrer Mohammed-Karikaturen seit Jahren im Visier gewaltbereiter Islamisten ist. Der 47-Jährige lehnte ein Einlenken trotz der tödlichen Bedrohung ab; er soll gesagt haben, er wolle lieber aufrecht sterben, als «auf Knien» zu leben.

SDA/thu

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