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Mit einer Telefon-Hotline gegen den Jihad

In mehreren EU-Ländern können Eltern telefonischen Rat holen, wenn sich ihr Nachwuchs radikalisiert. Nun wird gefordert, das System in der Schweiz einzuführen.

Von Fabian Renz Bern
Beliebte Hotline: Die Zahl der Telefonanrufe besorgter Angehöriger hat sich in Deutschland verdoppelt. Symbolbild: Mike McCune (Flickr)
Beliebte Hotline: Die Zahl der Telefonanrufe besorgter Angehöriger hat sich in Deutschland verdoppelt. Symbolbild: Mike McCune (Flickr)

Mit wöchentlich drei bis fünf neuen ­«Klienten» bekommt es die «Beratungsstelle Radikalisierung» des deutschen Migrationsamts zu tun. Die Zahl der Telefonanrufe habe sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, berichtete unlängst das Magazin «Der Spiegel». Die im Jahr 2012 eingerichtete Hotline ist so gesehen ein Erfolg, wenn auch einer, der zu denken gibt: Der telefonische Ratgeberdienst steht Angehörigen von jungen Männern und Frauen offen, die in die Islamistenszene abzugleiten drohen – oder die gar eine Jihadreise in die Kriegsgebiete des Nahen Ostens planen. In der Tat hört die Beratungsstelle offenbar vermehrt von jungen Secondos, die nach Syrien, Ägypten oder Saudiarabien wollten – im Schnitt sollen sie 19 Jahre alt sein, und gemeldet werden sie am häufigsten von ihren Müttern.

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