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Ungerührt hecken sie ihre neuen Striche aus

Die Neuausgabe von «Charlie Hebdo»: Im vollen Umfang produziert, ungebremst im Ausdruck, schwankend in der Wirkung.

Austausch für Terroristen: «Nichts für Syrien? Kein Problem, ich werde ein Flugzeug umleiten.»
Austausch für Terroristen: «Nichts für Syrien? Kein Problem, ich werde ein Flugzeug umleiten.»
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Zeichnung des verstorbenen Cabu. Die Jalta-Konferenz im Vatikan: «Ich behalte den Sektor West. Du behältst den Sektor Ost.»
Zeichnung des verstorbenen Cabu. Die Jalta-Konferenz im Vatikan: «Ich behalte den Sektor West. Du behältst den Sektor Ost.»
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Oben: «Zeichner bei ‹Charlie Hebdo› – das sind 25 Jahre Arbeit.»  Unten: «Terrorist – 25 Sekunden Arbeit. Terrorist, ein Beruf für faule Wichser.»
Oben: «Zeichner bei ‹Charlie Hebdo› – das sind 25 Jahre Arbeit.» Unten: «Terrorist – 25 Sekunden Arbeit. Terrorist, ein Beruf für faule Wichser.»
Twitter/@dogphone
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Dass sie jetzt dem Pathos verfallen, der Klage, der Trauer, der öffentlich vorgezeigten Verzweiflung – wer würde es ihnen verübeln? Ihnen, den überlebenden Zeichnern und Textern, die beim Attentat vor einer Woche neun ihrer Kollegen verloren haben, durchsiebt von fanatischen Gewehrkugeln.

Das aber hätte bedeutet, den Angreifern einen Sieg zuzugestehen, von ihnen um den Humor gebracht worden zu sein. Weshalb sich die Restredaktion von «Charlie Hebdo», die sich vorübergehend im Dachstock der «Libération» einquartieren konnte, an das gehalten hat, was sie am besten kann und am liebsten macht: ohne jeden Respekt die Aktualität kommentieren – mit Bildgeschichten, Karikaturen, Glossen.

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