Anschlag auf Beerdigung

Während der Trauerfeier für den Verwandten eines Politikers, der sich gegen die Taliban gestellt hat, sprengte sich ein Terrorist in die Luft. Mindestens 15 Trauergäste wurden getötet.

Taliban bekannte sich: Sanitäter, Polizisten und Zuschauer nach dem Attentat am Anschlagsort. (11. März 2012)

Taliban bekannte sich: Sanitäter, Polizisten und Zuschauer nach dem Attentat am Anschlagsort. (11. März 2012) Bild: AFP

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Mindestens 15 Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag auf eine Trauerfeier für den verstorbenen Verwandten eines Politikers im Nordwesten von Pakistan getötet worden. 37 weitere wurden bei dem Attentat in den Aussenbezirken von Peshawar verletzt, wie die Polizei erklärte. Allerdings befänden sich zahlreiche Verletzte in kritischem Zustand, hiess es weiter. Der Politiker Khush Dil Khan, der sich gegen die Taliban engagiert, blieb bei dem Anschlag vom Sonntag unverletzt.

Die pakistanischen Taliban bekannten sich in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AP zu der Tat. Der Politiker sei das Ziel des Anschlags gewesen, da er eine Miliz zum Kampf gegen die Taliban aufgestellt habe, sagte deren Sprecher Mohammad Afridi.

Gefechte in der Stammesregion Khyber

Ein Polizeisprecher erklärte, der Attentäter sei in das Haus gelangt, in dem gerade für den Verstorbenen gebetet worden sei. Peshawar liegt nahe der Grenze zu Afghanistan. Islamisten liefern sich dort einen Krieg mit den pakistanischen Sicherheitskräften.

Am Samstag meldeten Sicherheitskräfte die Tötung von 39 Extremisten bei Kämpfen im Bezirk Bara in der Stammesregion Khyber. Zudem seien vier Angehörige der Sicherheitskräfte umgekommen, hiess es weiter. Das Gebiet befindet sich in der Nähe Peshawars und steht derzeit im Fokus bei Anti-Taliban-Einsätzen.

(kle/sda)

Erstellt: 11.03.2012, 12:52 Uhr

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