Japan unterstützt Asean-Staaten mit 20 Milliarden Dollar

Mit einer über Jahre andauernden Finanzhilfe will sich Japan der Südostasiatischen Staatengemeinschaft annähern. Vier Asean-Mitglieder liegen – wie Japan auch – mit China in einem territorialen Konflikt.

«Wir brauchen eine Gesellschaft mit gegenseitigem Respekt»: Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe mit Präsidenten der Asean-Staaten. (14. Dezember 2013)

«Wir brauchen eine Gesellschaft mit gegenseitigem Respekt»: Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe mit Präsidenten der Asean-Staaten. (14. Dezember 2013) Bild: Reuters

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Mit umfangreichen Finanzhilfen verstärkt Japan seine Annäherung an die Südostasiatische Staatengemeinschaft (Asean). Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte am Samstag an, die Asean-Mitglieder über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt 20 Milliarden Dollar an Hilfen und Krediten zu unterstützen. Das Angebot kommt in einer Zeit massiver Spannungen zwischen Japan und China wegen einer von beiden Ländern beanspruchten Inselgruppe im Südchinesischen Meer.

«Gemeinsam mit Asean möchte ich die Zukunft Asiens dort aufbauen, wo Gesetze statt Macht regieren und wo Menschen, die hart arbeiten, belohnt werden – auf diese Weise entsteht eine Wohlstandsgesellschaft mit gegenseitigem Respekt», sagte Abe bei einem Gipfeltreffen anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Beziehungen zwischen Japan und dem Staatenverbund.

Abe sagte, die Finanzhilfe sei Teil einer Vertiefung der Beziehungen zwischen Japan und den südostasiatischen Staaten. Tokio will offenbar angesichts der Spannungen mit Peking seine Stellung in der Region stärken. Unter den zehn Asean-Mitgliedern haben vier Staaten selbst territoriale Konflikte mit China: die Philippinen, Vietnam, Malaysia und Brunei. Ausserdem gehören der Asean Kambodscha, Indonesien, Laos, Burma, Singapur und Thailand an.

Die Staatengemeinschaft hat jedoch kein Interesse an Konflikten mit China, denn die grosse Volkswirtschaft ist für die Region von enormer Bedeutung. Darauf hatte am Freitag der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono bei einem Treffen mit Abe hingewiesen. Spannungen in Nordostasien hätten direkte Auswirkungen auf den gesamten Kontinent, sagte er. Gute Beziehungen zwischen China und Japan seien «entscheidend für die Zukunft unserer Region». (chk/AFP)

Erstellt: 14.12.2013, 05:38 Uhr

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