Junta will massenhaft Gefangene freilassen

In Burma sollen mehr als 6300 Gefangene auf freien Fuss kommen. Noch ist unklar, ob auch politische Gefangene von der Amnestie profitieren werden.

Bereits im Mai entliess Burma 17'000 Häftlinge vorzeitig aus dem Gefängnis, politische Häftlinge waren nicht darunter: Haftentlassung im Gefängnis Insein in Yangon. (17. Mai 2011)

Bereits im Mai entliess Burma 17'000 Häftlinge vorzeitig aus dem Gefängnis, politische Häftlinge waren nicht darunter: Haftentlassung im Gefängnis Insein in Yangon. (17. Mai 2011) Bild: AFP

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Die Regierung in Burma will nach Angaben des Staatsfernsehens mehr als 6300 Gefangene freilassen. Wie das Fernsehen berichtete, soll bereits am Mittwoch mit der Freilassung von Häftlingen begonnen werden. Es blieb zunächst aber offen, ob auch politische Gefangene auf freien Fuss kommen sollen.

Ein Regierungsvertreter hatte am Montag die Freilassung politischer Gefangener «in einigen Tagen» angekündigt, zunächst aber ebenfalls offengelassen, ob alle der rund 2000 politischen Häftlinge in dem Land freikommen werden. Das neugewählte burmesische Parlament hatte sich Ende August für eine Generalamnestie für politische Gefangene ausgesprochen.

Die meisten der in Burmas Gefängnissen sitzenden politischen Häftlinge wurden zu Zeiten der Militärjunta festgenommen. Die Europäische Union, die USA sowie die demokratische Opposition in Burma verlangen seit Jahren die Freilassung der politischen Gefangenen. (rub/AFP)

Erstellt: 11.10.2011, 09:34 Uhr

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