Wachsende Krise in Thailand – Schweizer sitzen fest

Tausende Demonstranten belagern das Regierungsgebäude in Bangkok. Auch der Flughafen auf der Ferieninsel Phuket ist gesperrt. Der thailändische Ministerpräsident will aber trotz den Protesten im Amt bleiben.

Krise weitet sich aus: Die Regierungsfeindlichen Proteste haben sich von Bangkok auf das ganze Land ausgeweitet.

Krise weitet sich aus: Die Regierungsfeindlichen Proteste haben sich von Bangkok auf das ganze Land ausgeweitet. Bild: Keystone

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Trotz der wachsenden Protest gegen seine Regierung hat der thailändische Ministerpräsident Samak Sundaravej einen Rücktritt abgelehnt. Er regiere das Land und werde es durch all seine Probleme führen, sagte der Regierungschef vor einem Treffen mit König Bhumibol Adulyadej.

Nachdem mehr als 5000 Demonstranten auf der Insel Phuket den internationalen Flughafen gestürmt haben, sitzen tausende Touristen sitzen auf der Insel fest. Kuoni hat gestrandete Schweizer Touristen in der Nähe des Flughafens untergebracht. Reisst die Blockade nicht ab, trifft es am Wochenende weitere Schweizer Reisende von Kuoni und Hotelplan.

Auch die Flughäfen in Krabi und Hat Yai, die ebenfalls im äussersten Süden des Landes liegen, wurden von Demonstranten überrannt. Sie mussten ihren Dienst einstellen, wie der Leiter der staatlichen Flughafenbehörde sagte.

Die Touristen können Phuket zur Zeit praktisch nur per Bus verlassen. Die Fahrt nach Bangkok dauert 13 Stunden. Im August kommen die meisten Besucher dort aus dem Nahen Osten und China. Für Europäer beginnt die Saison erst Ende Oktober.

Öffentliches Leben lahmgelegt

Die anhaltende Protestbewegung legt zunehmend das öffentliche Leben in Thailand lahm. Neben dem Flugverkehr ist auch der Zugverkehr weitgehend zum Erliegen gekommen. Ministerpräsident Samak Sundaravej eilte in die südliche Stadt Hua Hin zu einem Krisentreffen mit König Bhumibol Adulyadej.

Derweil blieb der Amtssitz des Regierungschefs den fünften Tag in Folge von Demonstranten besetzt. «Der Protest hat sich zu einer Volksrevolution entwickelt», sagte einer der Organisatoren, Sondhi Limthongkul, der Nachrichtenagentur AP. «Ich bin überzeugt, dass Samak zurücktreten wird.»

Der einflussreiche Armeechef Anupong Paochinda lehnte die Aufforderung Samaks ab, einen Ausnahmezustand auszurufen, wie aus Kreisen der Militärführung verlautete. Der General hat zugesichert, dass die Armee nicht in den Konflikt eingreifen wird.

(bru/sda)

Erstellt: 30.08.2008, 14:05 Uhr

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