Petraeus versucht Afghanen zu beruhigen

Wie US-General Petraeus sagt, werden auch nach dem Beginn des Truppenabzugs im kommenden Juli US- und Isaf-Truppen in Afghanistan im Einsatz bleiben.

Bekräftigt, dass Afghanistan nicht den Taliban ausgeliefert wird: General Petraeus.

Bekräftigt, dass Afghanistan nicht den Taliban ausgeliefert wird: General Petraeus. Bild: Reuters

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Alle Staaten, die in Afghanistan engagiert seien, hätten grosse Verpflichtungen übernommen und versprochen dabeizubleiben, sagte der Afghanistan-Kommandeur der Nato am Sonntag gegenüber den deutschen Medien. Er könne die Afghanen beruhigen, die fürchteten, den Taliban schutzlos ausgeliefert zu sein, wenn die internationalen Truppen demnächst abziehen, sagte Petraeus weiter. Alle, einschliesslich der Afghanen, müssten jedoch dafür sorgen, dass die Isaf ihre Ziele erreichen könne, forderte der US-General.

Ausdrücklich lobte Petraeus die Arbeit der Bundeswehr in Afghanistan. Das deutsche Kontingent sei bedeutend grösser geworden und habe sich inzwischen auch «anders organisiert», sagte der General: «Es gibt Einheiten, die in der Lage sind, Aktionen gegen die Aufständischen durchzuführen – mit beeindruckenden Erfolgen.» Die Bundeswehrtruppen hätten sich «bedeutende Verdienste erworben». Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte am Wochenende erstmals deutsche Kampftruppen in der Unruheprovinz Baghlan besucht.

In Afghanistan wird im September ein neues Parlament gewählt. Seit Monaten verschlechtert sich die Sicherheitslage, und es nehmen auch Angriffe auf Stützpunkte der internationalen Truppe zu. Auch am Samstag kam es wieder zu Kämpfen zwischen radikalislamischen Taliban-Milizen und Isaf-Soldaten. Zwei US-Stützpunkte im Osten Afghanistans wurden angegriffen. (mt/afp)

Erstellt: 30.08.2010, 07:05 Uhr

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