Südkorea probt den Kriegsfall

In angespannter Atmosphäre beginnt das amerikanisch-südkoreanische Militärmanöver. Auch Nordkorea will eine Militärübung durchführen, was Experten zufolge gefährlich werden könnte.

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Südkoreanische Truppen haben zusammen mit den USA ihr jährliches Grossmanöver begonnen. Dieses beruht grösstenteils auf Computersimulationen und probt den Kriegsfall zwischen Nord- und Südkorea. An der Militärübung sind 10'000 südkoreanische und 3500 US-Soldaten beteiligt.

Die USA haben im Süden der koreanischen Halbinsel 28'500 Soldaten stationiert. Pyongyang verurteilte das Manöver als Vorbereitung für eine Invasion des Nordens und erklärte, das nach dem Koreakrieg geschlossene Waffenstillstandsabkommen mit dem Süden von 1953 sei ab heute ausser Kraft gesetzt.

Nordkorea nimmt das Telefon nicht ab

Das südkoreanische Vereinigungsministerium bestätigte unterdessen, dass Nordkorea offenbar eine wichtige Telefonverbindung zum Süden unterbrochen habe. Beide Seiten kommunizieren gewöhnlich zwei Mal am Tag über den heissen Draht, jedoch antwortete der Norden nach Angaben einer Ministeriumsprecherin am Morgen nicht auf den Anruf aus dem Süden.

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums will Nordkorea diese Woche eine landesweite gross angelegte Militärübung vornehmen, an der das Heer, die Marine und die Luftwaffe beteiligt sind. Experten zufolge bergen die parallel stattfindenden Manöver die Gefahr militärischer Auseinandersetzungen an der innerkoreanischen Land- und Seegrenze.

(kle/AFP)

Erstellt: 11.03.2013, 11:40 Uhr

Korea-Konflikt: Nordkorea geht nicht mehr ans Telefon. (Video: Reuters )

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