Südkorea zieht Arbeiter aus Kaesong ab

Die letzten 176 Südkoreaner in der gemeinsamen Industriezone sind aufgerufen, Kaesong zu verlassen. Nordkorea lehnte zuvor ein Ultimatum für Verhandlungen ab.

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Nach der Ablehnung Nordkoreas von Verhandlungen über die Zukunft des gemeinsam betriebenen Industrieparks Kaesong hat Südkorea seine dort verbliebenen Staatsbürger zum Verlassen des Gebiets aufgefordert. Alle noch in Kaesong befindlichen Südkoreaner sollten aus der Zone ausreisen, sagte Vereinigungsminister Ryoo Kihl Jae in Seoul.

Nordkorea hatte zuvor die ultimative Aufforderung Südkoreas zu offiziellen Gesprächen über das gemeinsame Industriegebiet Kaesong abgelehnt. Das meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Nationale Verteidigungskomitee Nordkoreas.

176 Südkoreaner noch vor Ort

Seoul hatte dem Norden am Donnerstag eine Frist von 24 Stunden zur Aufnahme von Gesprächen gesetzt und andernfalls nicht näher definierte «bedeutsame Massnahmen» angekündigt. Die Warnung bezog sich womöglich auf einen dauerhaften Rückzug aus dem Industriepark, in dem 123 südkoreanische Unternehmen rund 53'000 Menschen beschäftigen.

Angesichts der Spannungen zwischen den beiden Ländern hatte Nordkorea den Zugang zu der Anlage Kaesong Anfang des Monats gesperrt. Am 9. April zog Pyongyang zudem sämtliche Arbeitskräfte aus der Sonderwirtschaftszone ab, die zehn Kilometer innerhalb des nordkoreanischen Territoriums liegt. Zuletzt befanden sich noch 176 der sonst 850 südkoreanischen Mitarbeiter in der Anlage. (mw/sda/AFP)

Erstellt: 26.04.2013, 08:57 Uhr

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