Vier russische Marschflugkörper im Iran eingeschlagen

Russische Cruise Missiles sollen auf den Iran niedergegangen sein. Die USA wollen Beweise haben. Moskau dementiert. Heftig ist die Reaktion aus dem Iran.

Syrien-Konflikt: Ein russisches Marineschiff startet einen Marschflugkörper im Kaspischen Meer. (7. Oktober 2015)

Syrien-Konflikt: Ein russisches Marineschiff startet einen Marschflugkörper im Kaspischen Meer. (7. Oktober 2015) Bild: Keystone

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Die russische Kriegsmarine hat möglicherweise mehrere Marschflugkörper statt nach Syrien nach Iran gefeuert. Das verlautete am Donnerstag aus US-Verteidigungskreisen in Washington. Zwei Gewährsleute im Pentagon sagten, vier der Langstreckenraketen seien vom Kurs abgewichen. Wo genau sie im Iran eingeschlagen seien und welchen Schaden sie angerichtet hätten, sei nicht bekannt.

Die russische Regierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, es seien 26 Marschflugkörper von Kriegsschiffen im Kaspischen Meer auf Ziele im nördlichen und nordwestlichen Syrien abgefeuert worden. Russland dementierte die Angaben der USA. «Alle Geschosse haben ihr Ziel getroffen», erklärte das Verteidigungsministerium.

Konservative iranische Medien bezeichnen die Berichte als psychologische Angriffe der USA gegen Moskau. «Seit Russland die Operationen in Syrien lancierten, haben westliche Medien und Politiker einen Frontalangriff gegen Moskau lanciert», schreibt die Nachrichtenagentur Fars, die mit Irans Revolutionswächtern verbunden ist.

Angriffe gegen Rebellen

Russland unterstützt inzwischen offen militärisch den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Am Mittwoch habe eine von russischen Luftangriffen unterstützte Offensive der Regierungstruppen begonnen, wurde mitgeteilt. Als Hauptgegner bezeichnet Moskau die Terrormiliz Islamischer Staat.

Nach amerikanischen und türkischen Angaben nehmen russische Kampfflugzeuge nicht nur die Terrormiliz IS ins Visier, sondern auch andere, vom Westen unterstützte gemässigte Rebellen. Die syrische Regierung bezeichnet alle gegen sie kämpfenden Rebellen als Terroristen. (pat/SDA)

Erstellt: 08.10.2015, 20:32 Uhr

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