«Wer behauptet, dass Frauen zuhause bleiben sollten?»

Im Iran haben Frauen noch immer nicht die gleichen Rechte wie Männer. Präsident Hassan Rohani hat nun mehr Gleichberechtigung gefordert.

Keine Gleichberechtigung: Iranische Frauen an einem Fussball-Match. (28. April 2006)

Keine Gleichberechtigung: Iranische Frauen an einem Fussball-Match. (28. April 2006) Bild: Keystone

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«Wie soll man im Land von Entwicklung und Fortschritt reden, dabei aber den fünfzigprozentigen Anteil der Frauen in der Bevölkerung ignorieren», sagte der iranische Präsident Hassan Rohani bei einer Frauenkonferenz am Sonntag in Teheran und forderte mehr Gleichberechtigung. Besonders in der politischen Szene hätten die Frauen nicht den Status, den sie verdient hätten. «Daran müssen wir noch arbeiten», sagte er.

Auch die Klischees von Frauen in der islamischen Welt sollten ausgeräumt werden. «Auf welcher (islamischen) Basis wird überhaupt behauptet, dass Frauen zuhause bleiben und nur Männer arbeiten sollten?», sagte Rohani.

Genauso wie Frauen sollten auch die Männer für die Erziehung der Kinder verantwortlich sein, und genauso wie Männer sollten auch Frauen arbeiten können. In seiner politischen Karriere habe er nie einen Unterschied zwischen Frauen und Männern gesehen. «Wir vertreten zwar keine feministischen Ansichten, aber auch keine aus der Steinzeit», sagte der Präsident. (pat/sda)

Erstellt: 07.02.2016, 15:06 Uhr

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