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Ai Weiweis Familie weist Steuervorwürfe zurück

Auf den 53-jährigen Künstler warte kein fairer Prozess, sagt seine Schwester. Der Familie seien nie Beweise über seine angebliche Steuerhinterziehung vorgelegt worden.

Die Familie versteht die Vorwürfe gegen ihn nicht: Ai Weiwei.
Die Familie versteht die Vorwürfe gegen ihn nicht: Ai Weiwei.
Keystone

Die Familie des inhaftierten Künstlers Ai Weiwei hat die Steuervorwürfe gegen den chinesischen Regimekritiker zurückgewiesen. Der 53-Jährige habe offenbar kein gerechtes Verfahren zu erwarten, sagte seine Schwester Gao Ge telefonisch der Nachrichtenagentur dpa in Peking.

Der Familie seien weder Papiere noch Beweise vorgelegt worden. Stattdessen würden die Vorwürfe einfach über die Staatsagentur Xinhua verkündet. «Der Anfang ist schon illegal, deswegen erwarten wir kein rechtmässiges Ergebnis.» Angeblich wurden Dokumente vernichtet

Am Vortag hatte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, die Polizei werfe einem Unternehmen «unter Ai Weiweis Kontrolle» vor, «eine grosse Menge» Steuern hinterzogen zu haben. Beijing Fake Cultural Deleopment Ltd habe ausserdem «absichtlich Dokumente vernichtet», wurde aus «anfänglichen Ermittlungen» zitiert.

Seine Schwester berichtete, dass nicht Ai Weiwei, sondern vielmehr seine Frau Lu Qing die rechtliche Repräsentantin des Design- Unternehmens sei. «Aber niemand kam zu Lu Qing, um mit ihr darüber zu sprechen.»

SDA/miw

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