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Al-Qaidas Vize in Afghanistan ist tot

Nach fast vierjähriger Suche hat die Nato den saudischen Staatsbürger Abu Hafs al-Najdi ausgeschaltet. Al-Najdi, bekannt unter dem Namen Abdul Ghani, war ein hoher Funktionär des Extremistennetzwerks.

Verliert einen hochrangigen Kommandanten: Osama bin Laden (Archivbild).
Verliert einen hochrangigen Kommandanten: Osama bin Laden (Archivbild).
Reuters

Die Nato hat nach eigenen Angaben einen der von ihr meistgesuchten Al-Qaida-Kommandanten in Afghanistan getötet. Bei einem Luftangriff in der östlichen Provinz Kunar sei der saudische Staatsbürger Abu Hafs al-Naji bereits Mitte April ums Leben gekommen, teilte die internationale Schutztruppe (Isaf) am Dienstag mit.

Der Mann, der auch unter dem Namen Abdul Ghani bekannt war, soll regelmässig zwischen Afghanistan und Pakistan gependelt sein und sich im Nachbarland mit der Führungsebene des Netzwerks ausgetauscht haben. Er war auf der Nato-Liste der gesuchten Terroristen nach Angaben des Bündnisses an zweiter Stelle. Bei dem Luftschlag soll auch ein pakistanischer Al-Qaida-Anführer ums Leben gekommen sein.

65 entflohene Taliban gefasst

Die Schutztruppe Isaf macht al-Naji für die Rekrutierung und Ausbildung von Al-Qaida-Kämpfern verantwortlich. Er soll in dem Terrornetzwerk für finanzielle Angelegenheiten zuständig gewesen sein und Attacken koordiniert haben. Das westliche Bündnis erklärte, noch am Morgen vor seinem Tod habe al-Naji einen Anschlag gegen Stammesältere und afghanische Zivilisten in Auftrag gegeben. Er wird für zahlreiche solcher Attacken verantwortlich gemacht.

Bereits seit dem Jahr 2007 war die Nato bemüht, den saudischen Staatsbürger auszuschalten. Die Koalition hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat 25 Al-Qaida-Terroristen getötet. Aus dem Bündnis heisst es, angeblich seien am Hindukusch weniger als 100 Al-Qaida-Terroristen aktiv.

Einen Tag nach der spektakulären Flucht von mindestens 475 Gefangenen aus einer Haftanstalt in der südlich gelegenen Stadt Kandahar teilten die Behörden am Dienstag mit, bislang seien 65 Männer wieder gefasst worden.

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