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Präsidenten Chinas und Taiwans treffen sich

Der Präsident von Taiwan, Ma Ying-jeou, ist Peking gegenüber positiv eingestellt. Ihm ist nun wohl auch das erste Treffen von Staatschefs der beiden Länder seit 1949 zu verdanken.

Ihm wird zu viel Nähe zu China vorgeworfen: Taiwans Präsident Ma Ying-jeou. (Archivbild)
Ihm wird zu viel Nähe zu China vorgeworfen: Taiwans Präsident Ma Ying-jeou. (Archivbild)
Wally Santana, Keystone

Erstmals seit 1949 werden sich die Präsidenten von China und Taiwan treffen. Zu der historischen Zusammenkunft soll es am Samstag in Singapur kommen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Verweis auf das für die Beziehungen zu Taiwan zuständige Büro der politischen Führung in Peking am Mittwoch berichtete. Damit wurden vorherige Berichte aus Taiwan bestätigt, dass Präsident Ma Ying-jeou und Chinas Staatschef Xi Jinping zusammentreffen werden.

Bei dem Treffen soll über die Beziehungen zwischen den beiden Ländern diskutiert werden, wie der taiwanesische Präsidentensprecher Charles Chen zuvor berichtete. Verträge sollen dabei aber nicht unterzeichnet werden.

Kritik von Taiwans Opposition

Der Direktor des Taiwan-Büros in Peking, Zhang Zhijun, erklärte, die beiden träfen sich als «Anführer der beiden Seiten» der Taiwan-Strasse. Dies deutete daraufhin, dass beide denselben Status haben sollen, was möglicherweise ein Versuch ist, um Kritik von der Opposition in Taiwan abzuwenden. Diese wirft der Nationalistischen Partei von Präsident Ma vor, sich allzu sehr der Kommunistischen Partei Chinas anzunähern.

Präsidenten beider Staaten haben sich nicht getroffen, seit die Nationalisten um Chiang Kai-shek im chinesischen Bürgerkrieg in den 1940er Jahren gegen die Kommunisten von Mao Zedong verloren hatten. Die Nationalisten zogen sich 1949 nach Taiwan zurück. Seitdem werden beide Seiten separat regiert.

China besteht auf Wiedervereinigung

Taiwan ging mittlerweile in einer freien Demokratie auf. China besteht darauf, dass sich beide Seiten letztendlich wiedervereinigen – notfalls zwangsweise.

Die politischen Führungen in Taipeh und Peking haben keinerlei offizielle Gespräche abgehalten, bis Ma 2008 taiwanesischer Präsident wurde. Er legte alte Feindseligkeiten ab, um Treffen auf niedrigeren Ebenen möglich zu machen. China und Taiwan haben mittlerweile 23 Abkommen geschlossen, die sich hauptsächlich auf Handel, Transit und Investitionen bezogen. Mas zweite und letzte Amtszeit endet 2017.

SDA/chk

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