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Asien rüstet auf

Der internationale Waffenhandel boomt, vor allem dank Käufen asiatischer Staaten. China rückt zu den grössten Exporteuren auf.

Zahlreiche Konfliktherde befinden sich in Asien: Soldaten zielen mit den Maschinengewehren ihrer CM21A1-Panzerfahrzeuge während eines Trainings in Hsinchu, im Zentrum Taiwans. (1. Februar 2010)
Zahlreiche Konfliktherde befinden sich in Asien: Soldaten zielen mit den Maschinengewehren ihrer CM21A1-Panzerfahrzeuge während eines Trainings in Hsinchu, im Zentrum Taiwans. (1. Februar 2010)
Reuters

Der Handel mit konventionellen Waffen hat in den vergangenen Jahren weltweit stark zugenommen. Die fünf grössten Waffenimporteure seien in Asien ansässig, hiess es in einem heute veröffentlichten Bericht des in Stockholm ansässigen Friedensforschungsinstituts Sipri.

Im Untersuchungszeitraum von 2007 bis 2011 wurden dem Bericht zufolge 44 Prozent der weltweiten Waffenimporte in Asien und Ozeanien registriert. Weit abgeschlagen folgten Europa mit 19 Prozent, der Mittlere Osten mit 17 Prozent, Amerika mit elf Prozent und Afrika mit neun Prozent. Insgesamt nahm der Waffenhandel laut Sipri im Vergleich zum vorherigen Untersuchungszeitraum von 2002 bis 2006 weltweit um 24 Prozent zu.

Grösster Waffenimporteur ist den Angaben zufolge Indien mit zehn Prozent. Hintergrund seien die Feindschaft zu Pakistan sowie interne Konflikte und der Kampf gegen den Terrorismus. Hinter Indien folgen Südkorea mit sechs Prozent, Pakistan und China mit jeweils fünf Prozent und Singapur mit vier Prozent Anteilen an den weltweiten Rüstungsimporten.

Pakistan kauft in China

Die grössten Waffenexporteure sind demnach weiterhin die USA und Russland. Mit 30 Prozent werden die meisten Waffen aus den USA exportiert, die Ausfuhren aus Russland liegen bei 24 Prozent. Dahinter folgt bereits Deutschland mit neun Prozent. Frankreich und Grossbritannien liefern acht beziehungsweise vier Prozent aller Waffen.

Auffällig sei der Aufstieg Chinas als Waffenexporteur, sagte Sipri-Experte Mark Bromley, der Nachrichtenagentur DPA. Vor allem Pakistan habe chinesische Rüstungsgüter wie Schiffe und Kampfflugzeuge gekauft.

Mit einem Anstieg um 580 Prozent steigerte vor allem Syrien die Waffenimporte seit dem Jahr 2002 deutlich, auch in Venezuela war seither ein Anstieg von 555 Prozent zu beobachten. Sipri zufolge hatte der arabische Frühling indes nur eine geringe Auswirkung auf den internationalen Waffenhandel.

AFP/sda/rub

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