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Assads Flirt mit China

China möchte für die Entsorgung der Chemiewaffen Experten nach Syrien senden. Zuvor lobte Bashar al-Assad die Regierung in Peking für die neutrale Haltung im anhaltenden Konflikt.

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Gab ein Interview im chinesischen Staatsfernsehen: Bashar al-Assad.
Gab ein Interview im chinesischen Staatsfernsehen: Bashar al-Assad.
Keystone

China hat den Vereinten Nationen Unterstützung bei der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen zugesagt. Aussenminister Wang Yi habe im Gespräch mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die Bereitschaft bekundet, entsprechende Experten nach Syrien zu entsenden.

Zugleich bekräftigte der Minister die chinesische Position, wonach der Syrien-Konflikt politisch gelöst werden müsse, wie die Regierung in Peking heute mitteilte. Die UNO-Vetomächte im Sicherheitsrat müssten für eine Lösung ihre Meinungsverschiedenheiten überwinden.

Assad: Nur «ein imaginärer Feind» des Westens

Der syrische Staatspräsident Bashar al-Assad sagte in einem Interview des chinesischen Staatsfernsehens, er sei nicht besorgt wegen des von den USA, Grossbritannien und Frankreich eingebrachten UNO-Resolutionsentwurfs zur Kontrolle der Chemiewaffen. Die drei westlichen Länder würden versuchen, sich zu Gewinnern in einem Krieg gegen Syrien zu küren, das aber nur deren «imaginärer Feind» sei.

Zugleich lobte Assad China und Russland für ihre «positive Rolle im UNO-Sicherheitsrat», um ein militärisches Eingreifen in Syrien zu verhindern.

Die USA, Frankreich und Grossbritannien streben eine UNO-Resolution an, in der Assad mit einer Militärintervention gedroht wird, sollte er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen. Russland und China haben bisher drei Mal Resolutionen verhindert, in denen ein schärferes Vorgehen gegen Assad gefordert wurde.

(SDA)

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