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Australien hilft bei der Jagd nach Assange

Australien will die USA bei einer Strafverfolgung gegen Assange unterstützen. Die neuesten Wikileaks-Enthüllungen seien auch eine Gefahr für die Verbündeten der USA.

Australien unterstützt die USA bei einer Strafverfolgung gegen den Wikileaks-Gründer: Julian Assange.
Australien unterstützt die USA bei einer Strafverfolgung gegen den Wikileaks-Gründer: Julian Assange.
Reuters

Nach den Enthüllungen von Wikileaks über das diplomatische Gebaren der USA hat Australien der US-Regierung Unterstützung bei einer Strafverfolgung des Enthüllungsportals und seines Mitbegründers Julian Assange zugesichert. Sein Land werde alle rechtlichen Schritte der USA gegen Wikileaks und dessen australischen Mitbegründer Assange unterstützen, sagte Australiens Justizminister Robert McClelland am Montag in Canberra. «Die USA werde die führende Regierung in dieser Angelegenheit sein, aber sicherlich werden die australischen Behörden behilflich sein», fügte der Minister hinzu. Schliesslich gefährde die Veröffentlichung von Zehntausenden diplomatischen Depeschen die USA und ihre Verbündeten, darunter Australien.

Auf die Frage, ob Assange nun der meistgesuchte Australier sei, antwortete McClelland, die USA wollten ein Verfahren gegen ihn einleiten «und wir werden jede Hilfe leisten, die man von uns verlangen kann». Er habe die australische Polizei beauftragt, zu prüfen, ob die Veröffentlichung der Geheimdokumente durch Wikileaks gegen australisches Recht verstosse.

Assange darf Pass behalten

Auch ein Untersuchungsausschuss der Regierung werde sich mit den Dokumenten beschäftigen. McClelland teilte überdies mit, dass ihm bislang keine Aufforderung vorliege, Assange seinen australischen Pass zu entziehen.

Die Internetplattform hatte am Sonntag mehr als 250'000 Dokumente von US-Diplomaten in aller Welt veröffentlicht. In den Depeschen sind auch Details aus vertraulichen Gesprächen sowie persönliche Einschätzungen über Politiker enthalten. Die Veröffentlichung der Dokumente war deshalb von den Regierungen in aller Welt mit Nervosität erwartet worden.

(AFP)

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