«Bei uns gabs Pizza und Pouletflügeli»

Im Südchinesischen Meer liefern sich die USA und China erbitterte Machtkämpfe. Die Matrosen auf den Kriegsschiffen machen derweil Small Talk.

Machtgeplänkel in internationalen Gewässern: Der amerikanische Zerstörer USS Lassen im Osten der Koreanischen Halbinsel.

Machtgeplänkel in internationalen Gewässern: Der amerikanische Zerstörer USS Lassen im Osten der Koreanischen Halbinsel. Bild: US Navy/Keystone

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Zwischen den USA und China tobt im Südchinesichen Meer seit Monaten eine heftige territoriale Auseinandersetzung. Fast täglich treffen ihre Kriegsschiffe dort aufeinander. Die Matrosen der verfeindeten Armeen reden unterdessen miteinander über ihre Pläne fürs Wochenende, berichtet «The Guardian».

Die Gespräche zwischen der Besatzung auf den Schiffen seien nicht immer angespannt, erzählte der auf dem US-Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt stationierte Befehlshaber Robert Francis der britischen Zeitung. Ein paar Wochen zuvor hätten sie mit den Matrosen eines chinesischen Schiffes geplaudert. «Wir nahmen das Telefon ab und fragten: ‹Hey, was macht ihr diesen Samstag?›» «Wir haben Pizza und Pouletflügeli gegessen. Was gibts bei euch zu essen?» «Oh, wir tun dies.» «Ja, wir planen auch etwas für Halloween.»

«Wir wünschen euch eine gute Reise»

Das Ziel sei es, den Chinesen zu zeigen, dass «wir ganz normale Matrosen sind, so wie sie, und Familien haben, genau wie sie.» Die chinesischen Soldaten hätten erzählt, woher sie kommen und über ihre Familien gesprochen.

Sie seien während des Gesprächs sehr herzlich gewesen, auch als das US-Kriegsschiff den von China künstlich aufgeschütteten Inseln sehr nahe gekommen sei. «Als sie uns verliessen, verabschiedeten sie sich», so Francis. «Wir werden nicht mehr in eurer Nähe sein. Wir wünschen euch eine gute Reise und hoffen euch wiederzutreffen.» (ij)

Erstellt: 06.11.2015, 09:47 Uhr

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