China schickt Kampfjets an die Grenze zu Burma

Zehntausende von evakuierten Zivilisten, ständige Kämpfe und nun noch vier tote Chinesen – die Bilanz im Konflikt zwischen Regierung und Rebellen in Burma. China ist bereit, einzugreifen.

Zuvor wurden bereits Zehntausende von Zivilisten evakuiert: Ein burmesischer Soldat. (20.02.2015)

Zuvor wurden bereits Zehntausende von Zivilisten evakuiert: Ein burmesischer Soldat. (20.02.2015) Bild: Soe Zeya Tun/Reuters

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Die Regierung von Burma liefert sich verstärkte Kämpfe mit Rebellen an seiner Grenze zu China. Ein Luftangriff traf offenbar das Nachbarland.

China hat Kampfflugzeuge an die Grenze mit Burma geschickt, weil ein Luftangriff des Nachbarlands vier Chinesen getötet haben soll. Zudem bestellte Peking für einen offiziellen Protest den Botschafter aus Burma ein, wie die amtliche Agentur Xinhua am Samstag meldete. Hintergrund des Zwischenfalls ist offenbar eine Offensive Burmas gegen Rebellen in der Grenzregion Kokang.

Zeitungen in Burma berichteten, dass die Regierung Luftangriffe gegen die Rebellen flogen. Nahe der Grenze habe es schwere Gefechte gegeben, hiess es. Die Aufständischen sind ethnische Chinesen. Wegen des Konflikts flüchteten in den vergangenen Wochen Tausende Menschen in die chinesische Provinz Yunnan.

China verurteilt die Tötung der Zivilisten

Laut Xinhua traf eine Bombe ein Zuckerrohrfeld in der chinesischen Grenzstadt Lincang. Dabei kamen demnach vier Arbeiter um, neun weitere wurden verletzt.

Vizeaussenminister Liu Zhenmin lud Botschafter Thit Linn Ohn vor und verurteilte die Tötung der Zivilisten scharf. Er drängte Burma zu einer Untersuchung des Zwischenfalls und zur Bestrafung der Verantwortlichen, wie das Aussenministerium mitteilte. Ähnliches dürfe sich nicht wiederholen.

Nach Angaben eines Militärsprechers wurden mehrere Kampfflugzeuge als Warnsignal an die Grenze geschickt. Peking werde die Aktivitäten in der Region besonders genau beobachten, hiess es.

China weist Vorwürfe von sich

China dementiert jegliche Verbindung zu den Rebellen in Burma und sagt, es respektiere die burmesische Souveränität. In Burma glaubt man jedoch, dass frühere chinesische Soldaten die Aufständischen ausgebildet haben. Dies wiederum wird von den Rebellen geleugnet.

Diese gehörten früher zur inzwischen aufgelösten Kommunistischen Partei Birmas, die einst die Unterstützung Chinas hatte. 1989 wurde jedoch ein Waffenstillstand mit der damaligen Militärregierung von Burma vereinbart.

Die Regierung von Burma macht Anhänger des mutmasslichen Drogenbarons Phone Kya Shin für die verstärkten Kämpfe verantwortlich. Sie hatten versucht, die Regionalhauptstadt Laukkai unter ihre Kontrolle zu bringen. (rsz/sda)

Erstellt: 14.03.2015, 14:10 Uhr

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