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China soll Ghadhafi Waffen angeboten haben

Offenbar hat China dem Ghadhafi-Regime noch im Juli grosse Mengen an Munition und Waffen angeboten. Trotz Uno-Embargo. Der Deal kam dann aber nicht zustande.

Libyen ist frei: Frauen und Kinder begrüssen Kämpfer, die aus Sirte nach Benghazi zurückkehren. (22. Oktober 2011)
Libyen ist frei: Frauen und Kinder begrüssen Kämpfer, die aus Sirte nach Benghazi zurückkehren. (22. Oktober 2011)
Keystone
Rauch steigt über dem Quartier in Sirte auf, wo sich Ghadhafi zuletzt versteckt haben soll. (22. Oktober 2011)
Rauch steigt über dem Quartier in Sirte auf, wo sich Ghadhafi zuletzt versteckt haben soll. (22. Oktober 2011)
Reuters
Zehntausende feiern in Benghazi das nahende Ende des Ghadhafi-Regimes. (22. August 2011)
Zehntausende feiern in Benghazi das nahende Ende des Ghadhafi-Regimes. (22. August 2011)
Keystone
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Vertreter der libyschen Regierung des einstigen Machthabers Muammar al-Ghadhafi sind noch im Juli nach China gereist und haben mit verschiedenen Firmen über den Kauf von Waffen verhandelt. Es seien jedoch keine Verträge geschlossen und keine Waffen nach Libyen geliefert worden, teilte das chinesische Aussenministerium mit.

«Chinesische Firmen haben keine militärischen Produkte in direkter oder indirekter Form an Libyen geliefert», sagte Ministeriumssprecherin Jiang Yu. China halte sich streng an das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen.

Die kanadische Tageszeitung «The Globe and Mail» berichtet hingegen, China habe Ghadhafi auf Anfrage grosse Mengen an Waffen und Munition angeboten. Dies gehe aus Geheimdokumenten hervor, die dem Blatt vorlägen.

Beziehungen angespannt

Die jüngsten Berichte über Kontakte zwischen chinesischen Unternehmern und Vertretern des Ghadhafi-Regimes könnte die Beziehung zwischen den libyschen Rebellen und Peking weiter belasten.

China hat die UNO-Resolution gegen Libyen nicht unterstützt und den Nationalen Übergangsrat bislang nicht anerkannt. Während des Konflikts hatten China und Russland mehrfach die Frage aufgeworfen, ob Waffenlieferungen an die Aufständischen nicht das UNO- Waffenembargo verletzten.

SDA/bru

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