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«Das ist ein langlebiger Mythos»

Die Mönchsorganisation Ma Ba Tha soll in Burma Ressentiments gegen die Rohingya geschürt haben. Foto: Gemunu Amarasinghe (AP)

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nennt die muslimischen Milizen ­in Burma «Terroristen». Sind sie tatsächlich ­vergleichbar mit Milizen im Nahen Osten?

Die UNO hält die Vertreibung der Rohingya für eine ethnische Säuberung. Ist es auch ein Religionskonflikt?

Anführer dieser Bewegung ist ein Mönch, Ashin Wirathu. Frappiert Sie das?

Die 2007 von Mönchen mitgetragene ­Safran-Revolution in Burma war gewaltlos.

Ist es wirklich normal, dass sich die ­Mönchsorganisation Ma Ba Tha um ­Wirathu so nationalistisch gebärdet?

Auch der Buddhismus kennt die Idee des gerechten Kriegs?

Dennoch: Mit den Lehren Buddhas kann man Gewalt im Prinzip nicht rechtfertigen. Gewalt bringt negatives Karma und Leid mit sich.

«Jetzt sieht man Aung San Suu Kyis ­anderes Gesicht.»

In Bezug auf sein eigenes Karma? Also nicht in Bezug auf die Opfer?

Um grösseres Übel abzuwenden, darf auch der Buddhist Gewalt anwenden, etwa durch einen gerechten Krieg?

Und heute werden die Rohingya ­ausgegrenzt?

Die eigene Religion wird zum einzigen ­Heilsweg erklärt?

Naheliegend, dass Mönche das verlangen.

Der Buddhismus hat demnach den gleichen Exklusivanspruch wie die monotheistischen Religionen Christentum und Islam?

Damit widersprechen Sie der These des ­Ägyptologen Jan Assman, die besagt, die monotheistischen Religionen hätten ein ­Gewaltpotenzial ­entwickelt, das den ­gewaltlosen ­polytheistischen Religionen Asiens fremd ist.

Woher stammt der Mythos vom Buddhismus als gewaltlose Religion?

Sind Gandhi und der Dalai Lama als Ikonen des Friedens Ausnahmegestalten?

Der aktuelle Dalai Lama ist also nicht nur Projektionsfläche westlicher Pazifisten?

Das Image der anderen buddhistischen Ikone, Aung San Suu Kyi, nimmt Schaden.