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Das Mandat der Wähler missbraucht

Der japanische Premier Shinzo Abe hat die Parlamentswahlen haushoch gewonnen und das Mandat für seine Wirtschaftspolitik bekommen. Doch die Wirtschaft hat ihn noch nie interessiert.

Für jeden gewonnenen Sitz eine rote Rose: Shinzo Abe posiert vor einer Tafel, die die Wahlresultate anzeigt. (14. Dezember 2014)
Für jeden gewonnenen Sitz eine rote Rose: Shinzo Abe posiert vor einer Tafel, die die Wahlresultate anzeigt. (14. Dezember 2014)
Toru Hanai, Reuters

Nimmt man Shinzo Abe beim Wort, wird er jetzt radikale Wirtschaftsreformen einleiten. Immer wieder hat der japanische Premier die Wähler beschworen, sein Abenomics zu unterstützen, das Programm zur Sanierung der Wirtschaft. Dazu hat er nun das Mandat bekommen. Doch die Wirtschaft hat Abe nie interessiert. Es geht ihm vielmehr darum, seine nationalistische Vision eines konservativen Japans umzusetzen, das wieder die Rolle der Führungsmacht in Asien spielt – wie vor dem Zweiten Weltkrieg.

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