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«Den nordkoreanischen Soldaten ist nichts anzumerken»

Jean-Jacques Joss leitet die Schweizer Delegation an der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea. Wie er vom Tod Kims erfahren hat und wie viel seine Gefahrenzulage beträgt.

«Zuerst habe ich dieser Meldung keine grosse Bedeutung zugemessen, da es schon öfters vorkam, dass Berichte über den angeblichen Tod Kims die Runde machten»: Für Jean-Jacques Joss (l.) war heute ennet der Grenze «nichts besonderes» festzustellen. (Bilder: VBS/Key)
«Zuerst habe ich dieser Meldung keine grosse Bedeutung zugemessen, da es schon öfters vorkam, dass Berichte über den angeblichen Tod Kims die Runde machten»: Für Jean-Jacques Joss (l.) war heute ennet der Grenze «nichts besonderes» festzustellen. (Bilder: VBS/Key)

Herr Joss, was sehen Sie, wenn Sie über die Grenze nach Nordkorea schauen? Es ist ruhig. Selbst auf dem nahegelegenen und 160 Meter hohen Fahnenmast – dem zweithöchsten auf der Welt – war die nordkoreanische Fahne bis am späten Nachmittag nicht auf Halbmast runtergezogen worden.

Glauben Sie, die nordkoreanischen Soldaten in der entmilitarisierten Zone haben noch gar nicht von Kims Tod erfahren? Das wissen wir nicht. Es gibt ja seit Mitte der 90er-Jahre keinen Kontakt mehr, wir reden nicht mit ihnen. Ich war heute in der blauen Baracke an der Demarkationslinie. Den nordkoreanischen Soldaten ist äusserlich nichts anzumerken. Sie gehen wie jeden Tag ihrer Arbeit nach.

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