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Die Atom-Mafia

Die Korruption hat die gesamte japanische Politik verseucht, vor allem die Energiepolitik. Hier kungeln Atomlobby, Politiker, Beamte und Wissenschaftler.

Christoph Neidhart, Tokio
Die Entschuldigung von Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata kam spät: Jahrzehntelang hat die Betreiberfirma von Fukushima Sicherheitsnormen verletzt.
Die Entschuldigung von Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata kam spät: Jahrzehntelang hat die Betreiberfirma von Fukushima Sicherheitsnormen verletzt.
Reuters

Japan sei «fast wie ein faschistisches Land», wenn es um die Kernkraft gehe, sagt Eisaku Sato, der frühere Gouverneur der Präfektur Fukushima. «Wer wie ich sagt, Atomkraft ist gefährlich, wird als Staatsfeind behandelt.» Bisher galt die Doktrin: «Kernkraft ist absolut nötig für Japan, also ist sie absolut sicher.» Und weil die Kernkraft so wichtig für die Nation gewesen sei, hätten viele Beamte gemeint, es sei legitim, Störfälle zu vertuschen. Sato bezeichnet das als Japans «nuklearen Absolutismus».

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