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Die Hongkonger sind einsam, aber entschlossen

Die Bewohner der früheren britischen Kolonie sehen die Autonomie unterwandert, die ihnen einst garantiert wurde. Auf Hilfe aus dem Westen dürfen sie nicht hoffen.

Kai Strittmatter, Peking
Sorge um den Sonderfall: Ein Bauarbeiter blickt auf die nächtliche Skyline von Hongkong.
Sorge um den Sonderfall: Ein Bauarbeiter blickt auf die nächtliche Skyline von Hongkong.
Keystone

Hongkong ist ein kleines Wunder. Der einzige Flecken der Volksrepublik China, auf dem die Bürger am 4. Juni des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens gedachten. Der einzige Flecken China, an dem einer sagen kann, was er möchte, ohne Angst haben zu müssen vor der Staatssicherheit. Die freisten 1100 Quadratkilometer Chinas. Noch immer. Aber sie sehen die Freiheit in Gefahr, die Hongkonger, sehen die ­Autonomie langsam unterwandert, die ­ihnen 1997 versprochen worden war, damals, als Hongkong von einer britischen Kronkolonie zu einer «Sonderverwaltungszone» Chinas wurde. Sie haben Angst vor der Einmischung Pekings. Deshalb machen sie ihre Stadt nun zum einzigen Flecken Chinas, an dem Bürger frei zur Stimmurne gehen.

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