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Die Lage in Thailand spitzt sich zu

Thailands Ministerpräsident Abhisit hat die Verhandlungen mit den Rothemden eingestellt. Für die Demonstranten in der Innenstadt wird es ungemütlicher.

Die Bemühungen zur Beendigung der Staatskrise in Thailand sind vorerst gescheitert: Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva kündigte am Dienstagabend das Ende seines Kompromisskurses an.

Er hatte eine vorgezogene Neuwahl im Herbst angeboten. Ein Militärsprecher teilte am Mittwoch mit, den in einem Bangkoker Geschäftsviertel ausharrenden Demonstranten der sogenannten Rothemden-Bewegung werde die Versorgung mit Strom, Wasser und Lebensmitteln eingeschränkt.

Die Sicherheitskräfte hätten nicht vor, das Viertel gewaltsam zu räumen, sagte der Militärsprecher, Oberst Sansern Kaewkamnerd. Die Behörden würden das Gebiet aber mit einer anderen Taktik «hundertprozentig abriegeln».

Abhisit verärgert

Abhisit zeigte sich enttäuscht darüber, dass die sogenannten Rothemden auf seine Zugeständnisse mit immer neuen Forderungen reagiert hätten. Zwischenzeitlich war die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Staatskrise gewachsen.

Abhisit ging auf einige zentrale Forderungen der Opposition ein: Er kündigte vorgezogene Neuwahlen für den Herbst an. Ausserdem erklärte er sich bereit, dass die Polizei seine Rolle und die seines Stellvertreters Suthep Thaugsuban bei den blutigen Auseinandersetzungen am 10. April zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften untersucht. Damals kamen 25 Menschen ums Leben.

«Keine Kompromisse mehr eingehen»

Die Rothemden zeigten sich erfreut über die Zugeständnisse und stellten ein baldiges Ende ihrer Proteste in Aussicht, doch sie legten auch immer neue Forderungen vor. Dies ging Abhisit nun offenbar zu weit: «Wenn sie weiterhin unbedeutende Dinge vorbringen, wird das kein Ende finden. Die Regierung wird keine Kompromisse mehr eingehen», sagte der Regierungschef. Ein Sprecher der Ministerpräsidenten erklärte, damit sei auch der angekündigte Wahltermin vom Tisch.

ddp/jak

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