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Die USA und Burma kommen sich näher

Am dritten Tag ihres Besuchs in Burma hat Hillary Clinton die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in ihrem Haus besucht. Nach dem Treffen zeigt sich die US-Aussenministerin voller Hoffnung.

Eine freundschaftliche Umarmung: US-Aussenministerin Hillary Clinton und die Friedensnobelpreisträgerin San Suu Kyi in deren Haus in Burma.
Eine freundschaftliche Umarmung: US-Aussenministerin Hillary Clinton und die Friedensnobelpreisträgerin San Suu Kyi in deren Haus in Burma.
AFP
Ein seltenes Bild: US-Aussenministerin Hillary Clinton wird von Burmas Präsident Thein Sein empfangen. (1. Dezember 2011)
Ein seltenes Bild: US-Aussenministerin Hillary Clinton wird von Burmas Präsident Thein Sein empfangen. (1. Dezember 2011)
Keystone
Auch mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist ein Treffen geplant.
Auch mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist ein Treffen geplant.
Keystone
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US-Aussenministerin Hillary Clinton hat ihren historischen Besuch in Burma heute mit einem zweistündigen Gespräch mit Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi fortgesetzt. Das Treffen fand in dem Haus der 66-Jährigen statt, in dem sie jahrelang festgehalten worden war.

«Die USA wollen für Burma ein Partner sein», sagte Clinton anschliessend. «Dialog ist der Weg, um den Prozess der Demokratisierung voranzubringen», meinte Suu Kyi. Der Besuch Clintons sei ein historischer Augenblick für beide Länder.

An den Händen haltend würdigte die US-Aussenministerin Suu Kyis Haltung als standhaft und klar. Nach ihren Gesprächen mit der Regierung sehe sie Grund zur Ermutigung.

Die richtige Richtung

Suu Kyi begrüsste den vorsichtige Annäherung, die US-Präsident Barack Obama seit dem Antritt der zivilen Regierung im März gesteuert hat. Er sprach vor zwei Wochen von «Reformschimmern». Die Regierung bewege sich mit der Freilassung politischer Gefangener in die richtige Richtung.

Burma stand seit 1962 unter der Knute des Militärs und wurde jahrelang von den westlichen Staaten geächtet und mit Sanktionen belegt. Suu Kyi war erst im November vergangenen Jahres freigelassen worden, kurz nach den ersten Wahlen seit 20 Jahren, die das Jahrzehnte lang regierende Militär zuliess.

Clinton hatte am Donnerstag zunächst in der Hauptstadt Naypyidaw mit Präsident Thein Sein und Ministern gesprochen. Sie hatte dabei die Sorge der USA über eine atomare Zusammenarbeit Burmas mit Nordkorea zum Ausdruck gebracht und die Freilassung aller politischen Gefangenen verlangt.

Die Zeit sei noch nicht reif, um die Sanktionen zu beenden, sagte sie anschliessend. Möglich seien aber engere diplomatische Beziehungen.

AFP/wid

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