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«Diese Fähre hatte keine Rettungsboote»

Schifffahrtsexperte Peter Irminger erklärt, warum die Bauweise der koreanischen Fähre Sewol zu deren Verhängnis wurde und wie er einst selber in Seenot geriet.

Die Angehörigen der Opfer wollten sie nicht empfangen: Präsidentin Park Geun Hye (2. v.l.) zeigt aufs der Insel Jindo Meer in Richtung der gesunkenen Fähre Sewol. (16. April 2015)
Die Angehörigen der Opfer wollten sie nicht empfangen: Präsidentin Park Geun Hye (2. v.l.) zeigt aufs der Insel Jindo Meer in Richtung der gesunkenen Fähre Sewol. (16. April 2015)
Lee Jeong-ryong/Yonhap, Keystone
Wut und Trauer: Angehörige gedenken der Opfer am Ort, wo die Sewol sank. (15. April 2015)
Wut und Trauer: Angehörige gedenken der Opfer am Ort, wo die Sewol sank. (15. April 2015)
Jeon Heon-Kyun/Pool, Keystone
Das südkoreanische Passagierschiff Sewol ist gesunken. (Archivbild)
Das südkoreanische Passagierschiff Sewol ist gesunken. (Archivbild)
Keystone
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Nach dem gestrigen Untergang der südkoreanischen Fähre Sewol werden immer noch über 280 Menschen vermisst, die das Schiff offenbar nicht verlassen konnten. Warum ist es so schwierig, ein sinkendes Schiff zu verlassen?

Peter Irminger: Wenn ein Schiff eine Schieflage von 45 oder mehr Grad hat, läuft man halb auf dem Boden, halb auf den Wänden und hat kaum mehr Orientierung. Man rutscht, weiss nicht, wo man sich festhalten soll. Wenn die Kabinentür zum Beispiel über einem ist, muss man sich nach oben stemmen und aus der Tür hangeln. Dann ist man jedoch noch lange nicht aus dem Schiff raus. Ich war einst selber in einer solchen Situation und hatte sogar als junger, fitter Mann Schwierigkeiten, herauszukommen.

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