Zum Hauptinhalt springen

Eine vergessene Seuche ist zurück

Im Bürgerkriegsland Syrien sind Kinder an Polio erkrankt. WHO und Unicef haben eine gigantische Impfkampagne gestartet – und geraten zwischen die Fronten. Kann eine Epidemie noch verhindert werden?

Ein paar Tropfen können die Rettung bedeuten: Ein Kind wird geimpft (7. November 2013)
Ein paar Tropfen können die Rettung bedeuten: Ein Kind wird geimpft (7. November 2013)
Keystone

Die Krankheit Polio galt in Syrien bereits als ausgerottet. Doch mit dem Bürgerkrieg brach das einst gute Gesundheitssystem des Landes zusammen. Krankenhäuser wurden zerbombt, Ärzte flüchteten, Kläranlagen wurden zerstört, die Impfrate sank von 91 auf 68 Prozent.

Im Spätsommer berichteten Ärzte, dass in der Provinz Dair al-Sur 22 Kinder akute Lähmungszustände aufwiesen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte später, dass zehn der kleinen Patienten an einer Polio-Infektion erkrankt waren. Bei der fieberhaften Erkrankung können Viren die Nervenzellen befallen, welche die Muskeln steuern. Aufgenommen wird der Erreger in der Regel über den Mund, von wo aus er über den Darm in die Blutbahn gerät. Gefährdet sind vor allem Kleinkinder.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.