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«Eine Wiedervereinigung mit der Volksrepublik China will in Taiwan niemand»

Taiwans Präsident Ma Yin-jeou hat die Wiederwahl deutlich geschafft. Taiwan-Experte Martin Aldrovandi erklärt, was dies für die Beziehungen zu China und den USA bedeutet.

Siegreich: Taiwans Präsident Ma Ying-jeou gewinnt die Wahlen. (14. Januar 2012)
Siegreich: Taiwans Präsident Ma Ying-jeou gewinnt die Wahlen. (14. Januar 2012)
Keystone
Die Kandidatin der Opposition, Tsai Ing-wen, muss sich geschlagen geben.
Die Kandidatin der Opposition, Tsai Ing-wen, muss sich geschlagen geben.
Keystone
Auch Taiwan rüstet sich mit Missile-Raketen gegen eine mögliche Auseinandersetzung.
Auch Taiwan rüstet sich mit Missile-Raketen gegen eine mögliche Auseinandersetzung.
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Taiwans Präsident Ma Yin-jeou hat die Wahl gewonnen. Wie ist dies zu werten?? Ma Yin-jeoung hat mit rund 6 Prozent Vorsprung seine Wiederwahl geschafft. Das ist ein deutlicher Sieg. Damit hat Taiwan den aktuellen China-Kurs von Ma bestätigt. Seit Ma 2008 an der Macht ist, hat es eine starke Annäherung an das Festland gegeben. Es gibt ein Handelsabkommen, direkte Linienflüge, chinesische Touristen dürfen nach Taiwan, chinesische Studenten dürfen an Universitäten in Taiwan. Es sind Dinge möglich, die während sechs Jahrzehnten unvorstellbar waren. Taiwans Tourismusbranche hat beispielsweise stark davon profitiert. Von den 6 Millionen Touristen im vergangenen Jahr stammt ein Grossteil vom Festland. Wollte man früher von Taipeh nach Peking fliegen, ging das beispielsweise nur über den Umweg Hongkong. Dabei darf man nicht vergessen, dass Taiwan und China keine offiziellen Beziehungen pflegen.

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