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«Exodus» der Christen aus dem Irak

Christen fühlen sich im Irak nach dem Anschlag auf eine Kirche in Bagdad nicht mehr sicher. Laut dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen sind seit Ende Oktober tausende aus dem Land geflohen.

Verlassen den Irak nach mehreren gezielten Anschlägen: Christen trauern nach dem blutigen Bombenanschlag auf eine Kirche.
Verlassen den Irak nach mehreren gezielten Anschlägen: Christen trauern nach dem blutigen Bombenanschlag auf eine Kirche.
Keystone

Nach dem blutigen Angriff auf eine Kirche in Bagdad Ende Oktober verlassen tausende Christen den Irak. Das teilte das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) in Genf am Freitag mit. Es handle sich geradezu um einen «Exodus» irakischer Christen.

Nach dem Anschlag auf die Kirche in Bagdad am 31. Oktober und weitere gezielte Angriffe habe in den christlichen Gemeinden in Bagdad und Mossul ein langsamer, aber konstanter Exodus begonnen, sagte eine UNHCR-Sprecherin. «Wir wissen, dass tausende geflohen sind.»

Al-Qaida hatte Kirche angegriffen

Ein Al-Qaida-Kommando hatte die Kirche im Zentrum Bagdads am 31. Oktober während der Sonntagsmesse gestürmt und mehr als 100 Gottesdienstbesucher als Geiseln genommen.

44 Gläubige, zwei Priester, sieben Sicherheitskräfte sowie alle Angreifer kamen bei der Geiselnahme und der anschliessenden Befreiungsaktion ums Leben, 60 weitere Menschen wurden verletzt.

SDA/ske

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