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Ex-Präsident Musharraf will zurück an die Macht

Der frühere pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat aus seinem Exil in London sein politisches Comeback angekündigt. In seiner Heimat wartet jedoch ein Prozess auf ihn.

Träume eines Ex-Präsidenten: Pervez Musharraf.
Träume eines Ex-Präsidenten: Pervez Musharraf.
Keystone

Mit «200- prozentiger Sicherheit» werde er eine eigene Partei gründen und mit ihr 2013 an der Parlamentswahl in seiner Heimat teilnehmen. Auch eine Rückkehr in das Präsidentenamt schloss der im Londoner Exil lebende langjährige Staatschef nicht aus. Ob er tatsächlich nochmal an die Staatsspitze komme, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit sagen, doch rechne er sich allgemein gute politische Chancen aus, sagte Musharraf dem britischen Sender BBC.

Er wolle den Menschen in Pakistan wieder «Hoffnung und Selbstvertrauen» geben, sagte der 67-jährige ehemalige Militärmachthaber. Die Lage sei «erbärmlich», die eigene Bevölkerung habe Pakistan aufgegeben. Mit seiner Partei wolle er eine «neue politische Kultur» schaffen, «eine Kultur, die Pakistan auf den richtigen demokratischen Weg führt».

Unerwünscht in Pakistan

Musharraf hatte 1999 nach einem unblutigen Militärputsch gegen den damaligen Premierminister Nawaz Sharif die Macht in Pakistan übernommen, seit 2001 stand er als Präsident an der Spitze des Staats. Im August 2008 trat er auf Druck der Regierung zurück, um einem drohenden Amtsenthebungsverfahren zuvorzukommen.

Bei seiner Rückkehr in die Heimat droht ihm eine Verfolgung durch die Justiz. Unter anderem muss er sich wegen der Absetzung ihm unliebsamer Richter im Jahr 2007 verantworten, als er sich seinen Machterhalt in Pakistan sichern wollte.

SDA/jak

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