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Ex-TV-Moderator soll Japan von den Schulden befreien

Der neue japanische Regierungschef Noda stellte heute sein Kabinett vor. Das schwierigste Amt wird künftig von einem ehemaligen Fernsehmoderator ausgeübt.

Delikate Aufgabe: Der neue Finanzminister Jun Azumi.
Delikate Aufgabe: Der neue Finanzminister Jun Azumi.
Keystone

Der neue japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda hat einen weitgehend unbekannten Abgeordneten zum neuen Finanzminister ernannt. Der neue Ressortchef wird der 49- jährige Jun Azumi, wie Noda heute in Tokio bekannt gab.

Der frühere Moderator des Fernsehsenders NHK gilt als relativ unerfahren. Mit der Wahl signalisiert Noda, dass er selbst wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen treffen wird. Noda war selbst Finanzminister, bevor er an die Spitze der Regierung aufrückte.

Kampf gegen die Staatsverschuldung

Der Finanzminister ist wahrscheinlich das schwierigste Amt im japanischen Kabinett: Der Ressortchef muss gegen eine Staatsverschuldung ankämpfen, die doppelt so hoch wie die Wirtschaftsleistung ist.

Zugleich muss der Nordosten des Landes nach dem verheerenden Tsunami wiederaufgebaut werden. Auch der erstarkte Yen und die schnell alternde Bevölkerung sind Herausforderungen, die auf Azumi zukommen.

Azumi war nur die zweite Wahl Nodas. Der Regierungschef wollte eigentlich den früheren Aussenminister Katsuya Okada zum neuen Chef im Finanzministerium machen. Warum dieser den Posten ausschlug, war zunächst nicht bekannt. Er hatte jedoch kürzlich angedeutet, eine Auszeit zu brauchen.

SDA/mrs

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