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«Fukushima rückt in den Hintergrund»

Auch zwei Jahre nach Fukushima seien die Trauer und Unsicherheit im Land noch gross, sagt Journalist und Japan-Kenner Jan Knüsel. Gleichzeitig sei aber auch eine neue Aufbruchstimmung spürbar.

Widerstand zum Jahrestag: Ein Anti-AKW-Demonstrant protestiert in Tokio gegen die Atompolitik Japans. (10. März 2013)
Widerstand zum Jahrestag: Ein Anti-AKW-Demonstrant protestiert in Tokio gegen die Atompolitik Japans. (10. März 2013)
Reuters
An vielen Orten ist der Alltag wieder da: Wo am 12. März 2011 Evakuierte Platz nahmen, wird heute wieder Basketball gespielt. (3. März 2013)
An vielen Orten ist der Alltag wieder da: Wo am 12. März 2011 Evakuierte Platz nahmen, wird heute wieder Basketball gespielt. (3. März 2013)
Reuters
Zeigen ihre Solidarität: Zwei Palästinenserinnen in einem von Japan finanzierten Gebiet mit Sozialwohnungen im Gaza Streifen. (11. März 2013)
Zeigen ihre Solidarität: Zwei Palästinenserinnen in einem von Japan finanzierten Gebiet mit Sozialwohnungen im Gaza Streifen. (11. März 2013)
AFP
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Sie machen gerade eine Promotionstour in Japan für Ihren Dokumentarfilm «Negative: Nothing», der sich um die Zeit nach Fukushima dreht (siehe Box), und sind derzeit in Tokio. Wie begehen die Menschen dort den zweiten Jahrestag der Naturkatastrophe? Die Trauer ist immer noch spürbar. Präsent ist das Thema vor allem in den Medien – die TV-Sender strahlen Spezialprogramme aus, die Zeitungen berichten über Einzelschicksale von Tsunami-Opfern oder auch Rettungsarbeitern im AKW Fukushima. Im Nordosten des Landes ist die Katastrophe allgegenwärtig. Gleichzeitig haben die Menschen in der Hauptstadt eine gewisse Distanz dazu gewonnen. Der Alltag hat sie schon lange eingeholt. Vor einem Jahr überwog die Trauer noch viel mehr. Jetzt spürt man doch auch, dass viele wieder nach vorne schauen möchten. Die Katastrophe geht hier nicht vergessen, sie rückt aber allmählich in den Hintergrund.

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