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«China Cable»: Peking hat gewaltiges Lagersystem errichtet

Geleakte Dokumente decken auf: Hunderttausende Uiguren werden willkürlich interniert und überwacht.

«Man musste um Erlaunbis bitten, wenn man zur Toilette wollte»: Ehemalige Gefangene berichten von ihren Erlebnissen in den chinesischen Internierungslagern. Video: ICIJ

Wie erklärt man einem fünfjährigen Jungen, der im sicheren München aufwächst, den Schrecken in der Heimat? Wie erklärt man ihm, dass die Tante wahrscheinlich in ein Lager gesperrt worden ist und dass die Grosseltern nicht mehr anrufen, weil sie sonst vielleicht auch deportiert werden?

Gülziye Taschmamat (33) zuckt mit den Schultern, Tränen laufen über ihre Wangen. Sie ist Uigurin, seit 2011 lebt sie, anders als ihre Eltern und ihre Schwester, mit ihrem Lebensgefährten und zwei Kindern in Deutschland. «Ich sage ihm, ein Monster hat unsere Verwandten verschwinden lassen», sagt sie dann, «denn das ist es: ein Monster.»

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