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Herr Xi trifft Herrn Ma

Erstmals seit dem Ende des Bürgerkriegs vor über 65 Jahren wollen sich die Präsidenten Chinas und Taiwans treffen. Die Geschichte einer historischen Annäherung.

Geist der Vergangenheit: Touristen vor der Gedächtnishalle des Diktators Chiang Kai-shek in Taipeh, Taiwan. Jerome Favre (Bloomberg)
Geist der Vergangenheit: Touristen vor der Gedächtnishalle des Diktators Chiang Kai-shek in Taipeh, Taiwan. Jerome Favre (Bloomberg)

20 Minuten solle das Treffen dauern, melden Zeitungen in Taiwan. Die beiden werden sich die Hände schütteln. Und hernach gemeinsam zu Abend essen. Anreden werden sie sich nicht als «Herr Präsident», sondern schlicht als «Herr». So wird das sein, wenn Herr Xi Jinping und Herr Ma Ying-jeou am kommenden Samstag in Singapur aufeinandertreffen. Dass der eine der amtierende Präsident der Volksrepublik China und der andere der Präsident der Republik China (vorübergehend auf Taiwan) ist, das werden beide für den Verlauf des Treffens offiziell übersehen. Weil in der Welt des einen die Republik des jeweils anderen gar nicht als solche existieren darf. Es gibt nämlich nur ein China, darauf immerhin, können sich die beiden Präsidenten einigen. Die höfliche Anrede mit «Herr» sei ein «praktisches Arrangement», schreibt die Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua, eines, das «den Geist des gegenseitigen Respektes» feiere.

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