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Hongkongs gefährliche Bücher

Nach der Entführung von Verlegern durch den Sicherheitsapparat Chinas geht in Hongkong die Angst um.

Hongkong fröstelt: Verzweifelter Student in der Hongkonger Protestbewegung 2014.
Hongkong fröstelt: Verzweifelter Student in der Hongkonger Protestbewegung 2014.
Wong Maye-E, Keystone

Diesen Sonntagmorgen kaperte eine Gruppe junger Studenten einen U-Bahn-Waggon der Linie 13 in Peking. Sie zogen jeder ein Buch hervor und taten eine halbe Stunde lang nichts anderes, als sich in das Buch zu versenken. Die Botschaft der Aktion: Bücher sind wertvoll. Lest mehr! Am selben Tag tauchte im chinesischen Staatssender CCTV, der Stimme der Kommunistischen Partei, völlig überraschend ein Mann auf, der seit Oktober verschwunden war: Gui Minhai, 51 Jahre alt, Verleger und Autor. Unter Tränen berichtete er von seinen Verbrechen, gelobte Reue. Auch dieser zehnminütige Clip hatte eine Botschaft: Bücher sind gefährlich. Lest und schreibt nur das, was die Partei euch gestattet. Sonst kriegen wir euch.

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