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«In einem Raum alleine lagen 15 Leichen»

Zum ersten Mal spricht ein Anführer der Kampftruppen über das, was er im Taj-Mahal-Hotel in Mumbai gesehen hat. Er ist überzeugt, dass die Terroristen professionell ausgebildet waren.

Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Keystone
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Keystone
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Keystone
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Insgesamt 50 tote Geiseln haben die Männer des Elite-Teams Marcos im Taj Mahal gefunden. «In einem Raum alleine lagen 15 Leichen», sagte der Anführer von Marcos der «Times of India».

Erstmals spricht ein Mitglied der Kampftruppen jetzt über die Terroristen. Es seien Menschen ohne Gnade, sagte der Militär. «Wer und was auch immer vor ihren Augen auftauchte wurde erschossen». Beim Stürmen des Hotels stolperten die Männer der Sondereinheiten immer wieder über die toten Körper der Geiseln. «Überall lagen die toten Körper, überall war Blut».

Schwarze Masken und Sonnenbrillen

Die Terroristen trugen schwarze Masken und Sonnenbrillen. Sie bewegten sich im Dunkel des Hotels und waren äusserst schwierig zu entdecken. Der Augenzeuge ist überzeugt, dass die Attentäter eine spezifische Ausbildung erhalten haben. Sie hätten sich an den Schauplätzen exzellent ausgekannt.

In den Rucksäcken der getöteten Terroristen fanden die Männer chinesische Handgranaten und massenhaft Munition, ausserdem Kreditkarten, haltbares Essen und mehrere Tausend US-Dollar. Die Terroristen waren nach Angaben des Militärs unter 30 Jahre alt und unauffällige Männer von gewöhnlicher Statur.

Stürmen, ohne die Geiseln zu verletzen

Der Sturm des Hotels sei äusserst schwierig gewesen, sagte der Militär: «Wir mussten vorsichtig vorgehen, um keine der Geiseln zu verletzen.» Die Angestellten des Hotels haben den Kampftruppen geholfen, sich in dem Haus mit 400 Zimmern zurecht zu finden.

Den Überwachungsraum konnten die Truppen kaum betreten. «Er war voller Rauch, und die Terroristen schossen unaufhörlich.»

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