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Japan hängt zwei Mörder

Der Staat hat gestern zwei verurteilte Mörder hingerichtet. Amnesty International kritisiert die steigende Anzahl Hinrichtungen in Japan.

Der 70 Jahre alte Michitoshi Kuma und der 55-jährige Masahiro Takashio wurden gehängt, wie das Justizministerium erklärte. Kuma hatte 1992 zwei siebenjährige Mädchen auf dem Schulweg entführt und sie mit blossen Händen erwürgt. Takashio war 2004 in ein Haus eingestiegen, wo er eine 55-jährige Frau und deren 83 Jahre alte Mutter tötete, bevor er mit Diebesgut flüchtete.

Hinrichtungen in Japan werden nicht vorher angekündigt und werden von der Öffentlichkeit abgeschirmt durchgeführt. Die Hinrichtungen waren die ersten unter der neuen Regierung von Ministerpräsident Taro Aso. Zuletzt wurden Mitte September drei Häftlinge hingerichtet. Ungefähr 100 Menschen sitzen in Japan in Todeszellen. Zuletzt wurden deutlich mehr Hinrichtungen durchgeführt, was von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International heftig kritisiert wurde. 2007 gab es sieben Hinrichtungen, 2008 waren es bislang 15.

AP/oku

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