Kim ordnet Übung zu «Langstrecken-Angriff» an

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un plant laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA weitere Waffentests. Bereits am Donnerstag sollen Raketen abgefeuert worden sein.

Erste Raketentests seit 2017: Am 4. Mai waren laut KCNA unter Kims Aufsicht Langstrecken-Mehrfachraketenwerfer und taktische Lenkwaffen getestet worden. Bild: Korean Central News Agency/Korea News Service via AP

Erste Raketentests seit 2017: Am 4. Mai waren laut KCNA unter Kims Aufsicht Langstrecken-Mehrfachraketenwerfer und taktische Lenkwaffen getestet worden. Bild: Korean Central News Agency/Korea News Service via AP

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Eine Übung zu einem «Langstrecken-Angriff» hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Freitag angeordnet. Am Donnerstag hatte die selbst erklärte Atommacht laut Südkorea ihre Waffentests fortgesetzt.

«Auf dem Kommandoposten hat der Oberste Führer Kim Jong-un (...) die Anweisung zum Start der Übung gegeben», berichtete KCNA am Freitag. KCNA machte keine Angaben dazu, welche Art von Waffen abgefeuert wurden. In der Mitteilung wurden Wörter wie Rakete, Geschoss oder Projektil vermieden.

Verunsicherung gewachsen

Die südkoreanische Armee hatte am Donnerstag mitgeteilt, der Norden habe zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert. Das Präsidialamt in Seoul äusserte sich «tief besorgt», nachdem es bereits nordkoreanische Waffentests vom Samstag kritisiert hatte. Die Raketen seien vom nordkoreanischen Stützpunkt Kusong in der westlichen Provinz Pyongan in Richtung Osten abgeschossen worden.

Die Übung sei «erfolgreich» gewesen, berichtete die nordkoreanische Staatsagentur nun. Sie sei darauf ausgelegt gewesen, «die Fähigkeit zu schneller Reaktion der Verteidigungseinheiten» zu prüfen. Die Einheiten hätten ihre «Macht» bei dem Test unter Beweis gestellt. Am Samstag waren laut KCNA unter Kims Aufsicht Langstrecken-Mehrfachraketenwerfer und taktische Lenkwaffen getestet worden.

Die Tests werden in Seoul auch als Versuch der kommunistischen Führung Nordkoreas gesehen, den Druck auf die USA zu erhöhen. Seit dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un im Februar in Vietnam ist die Verunsicherung in der Region gewachsen. (scl/sda)

Erstellt: 10.05.2019, 03:15 Uhr

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