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Leben und Sterben in Nordkorea

Als Kim Yong-sook jung war, schien Nordkorea noch ein normales Land zu sein. Aber ihre Familie fiel in Ungnade, sie wurde ins Gefängnis gesteckt. Wie durch ein Wunder gelang die Flucht.

«Die Schweiz sieht aus wie Nordkorea – einfach in Grün und mit Bäumen.» Kim Yong-sook flüchtete 1999 aus dem abgeschotteten Land nach China. Foto: Nadine Chaignat-Hofer
«Die Schweiz sieht aus wie Nordkorea – einfach in Grün und mit Bäumen.» Kim Yong-sook flüchtete 1999 aus dem abgeschotteten Land nach China. Foto: Nadine Chaignat-Hofer

Sie ist klein. So klein, wie man sich Nordkoreaner vorstellt, wenn man darüber liest, mit welchen Entbehrungen sie aufwachsen. Abwesend schüttelt sie zur Begrüssung die Hand und folgt der Übersetzerin in eine Kantine, wo das Interview stattfinden wird. Bereits im Lift zückt sie ihre kleine Kamera. Fotografiert im Vorbeigehen ein Blumenarrangement. Das Gewürzregal. «Die Schweiz», sagt sie, «sieht aus wie Nordkorea. Einfach in Grün und mit Bäumen.» Bäume, das gebe es in Nordkoreas Bergen kaum. Die Menschen benötigen Brennmaterial. Auch Gras gebe es nicht. «Die Menschen essen es, weil sie sonst nichts haben.»

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