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Lebenslänglich für Xi Jinping

Chinas kommunistische Partei hat die Amtszeitbeschränkung des Vorsitzenden aufgehoben. Xi hatte den Chinesen und der Welt eine «neue Ära» versprochen – nun beginnt sie.

Nur noch den Himmel über sich: Der chinesische Staatschef Xi Jinping. Foto: Yohei Kanasashi (Getty)
Nur noch den Himmel über sich: Der chinesische Staatschef Xi Jinping. Foto: Yohei Kanasashi (Getty)

Das Mandat des Himmels. Verleiht einem in China traditionell der Himmel, und zwar dann, wenn man ein besonders tugendhafter und fähiger Führer ist. Einer, an dem die Menschen sich ausrichten wie Eisenspäne an einem Magneten, und dessen Charisma allein schon die Welt ein ganzes Stück weit ordnet. Wenn man nicht so richtig an den Himmel glaubt, sich aber durchaus für den tugendhaftesten und fähigsten aller Führer hält, dann kann man auch selbst nach dem Himmel greifen. Am Ende des 19. Parteitags im letzten Oktober, der schon eine Krönungsmesse für den grossen Xi Jinping war, Chinas mächtigster Herrscher seit vielen Jahrzehnten, zitierte dieser einen Dichter aus der Yuan-Dynastie: «Ich brauche niemanden, der mich schönredet. Mir genügt es, dass meine Integrität das Universum erfüllt.» Das klang nach einem, der sich seines herrscherlichen Charismas selbst sicher ist.

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