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Mumbai: Zwei Terroristen stammen aus Pakistan

Die Hinweise verdichten sich, dass die Mumbai-Terroristen Verbindungen nach Pakistan haben. Die englische Regierung prüft Berichte, wonach zwei Attentäter Pakistaner mit britischem Pass sind.

Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Eines der wenigen Bilder eines Attentäters von Mumbai. Es häufen sich die Hinweise, dass mindestens ein Teil der Terroristen aus Pakistan stammt.
Keystone
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Im jüdischen Chabad House kämpfen die Truppen derzeit gegen die letzten verbliebenen Terroristen.
Keystone
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Getroffen hat es nicht nur Ausländer, sondern auch Angestellte, Polizisten und wohlhabende inländische Touristen.
Keystone
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Die Berichte indischer Behörden besagen, dass mindestens zwei der acht festgenommenen Verdächtigen in Grossbritannien geborene Pakistaner sind. Daraus könnten derzeit aber noch keine Schlussfolgerungen gezogen werden, sagte der britische Premierminister Gordon Brown heute.

Nach Angaben aus britischen Sicherheitskreisen ist noch nicht definitiv bestätigt, welcher Nationalität die Attentäter angehören. Einer der Verdächtigen soll bei einem indischen Fernsehsender angerufen haben und in der pakistanischen Sprache Urdu die Rückgabe von muslimischem Boden gefordert haben. Damit ist die zwischen Indien und Pakistan umstrittene Himalaya-Region Kaschmir gemeint.

Sprengsätze aus Pakistan geliefert

Die indische Regierung machte am Freitag «Elemente in Pakistan» für die Terrorwelle in Mumbai verantwortlich, die mehr als 140 Menschen das Leben gekostet hat. Nach indischen Angaben stammten die verwendeten Sprengsätze und die Munition offenbar teilweise aus der pakistanischen Hafenstadt Karachi.

In Grossbritannien sind in den vergangenen Jahren mehrfach britische Staatsbürger mit Verbindungen nach Pakistan, Indien und Kaschmir ins Visier der Ermittler geraten. So hatten beispielsweise drei der vier Männer, die 2005 Anschläge auf den Londoner Nahverkehr verübten und 52 Menschen in den Tod rissen, familiäre Beziehungen nach Pakistan. 2006 wurde im Zusammenhang mit einem geplanten Anschlag ein in Indien geborener Mann festgenommen.

Taj-Mahal-Hotel weiter unter Beschuss

Die indischen Kampftruppen kämpfen derweil nach wie vor gegen mindestens drei im jüdischen Chabad House verbleibende Terroristen. Auch im Taj Mahal schiesst ein im Hotel verschanzter Attentäter nach wie vor auf die Sondereinheiten. Die Geiseln aus den beiden Luxushotels sind mittlerweile alle befreit.

Im Chabad House haben die Truppem fünf tote Geiseln und zwei tote Terroristen entdeckt, mindestens drei Attentäter haben sich mit höchstens fünf Geiseln im Erdgeschoss des Chabad House verschanzt.

Acht Ausländer unter den Toten

Die Terrorwelle in Mumbai hat inzwischen nach Angaben der indischen Behörden 150 Menschen das Leben gekostet, rund 370 weitere sind verletzt. Unter den Toten sind auch fünf Deutsche, sowie je ein Opfer aus Japan, Kanada und Australien. 30 Schweizer Bürger waren ebenfalls in den Hotels, sind aber mittlerweile in Sicherheit.

Kaschmir:

AP/oku

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