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neuer mantel

Bankier Oskar Holenweger hat laut Wall Street Journal für Alstom Schmiergeld-Millionen verschoben. Frankreich und die Schweiz ermitteln auch gegen einen Schweizer Staatsb?rger

Das SVP-Sünneli strahlte am Sonntag über St. Gallen, dem Kanton, in dem Toni Brunner – nunmehr Chef der nationalen SVP – seinen politischen Aufstieg begonnen hatte. Als Kantonalpräsident hatte er die Partei innert weniger Jahre zu einem beispiellosen Erfolg geführt – letztmals bei den Parlamentswahlen von Mitte März, als die SVP einmal mehr massiv zulegte und einen Wähleranteil von 30 Prozent erreichte.Aber erst jetzt, nach den Jahren 2000 und 2004 im dritten Anlauf, gelang der SVP auch der Sprung in die Regierung.

Es ist dies das erste Mal überhaupt, dass die St. Galler SVP in einer Majorzwahl reüssierte. Noch letzten Herbst musste der erfolgsverwöhnte Toni Brunner als Ständeratskandidat eine empfindliche Niederlage einstecken.Der 37-jährige Treuhänder Stefan Kölliker ist durch und durch ein Mann Brunners. Er sitzt in führenden Parteigremien im Kanton sowie im Zentralvorstand der SVP Schweiz. Er unterstützte im Wahlkampf vorbehaltlos das Verfahren zum Parteiausschluss von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Und er ist Teilhaber von Brunners «Haus der Freiheit», der SVP-Landbeiz im toggenburgischen Ebnat-Kappel.Selbstmordanschläge und Angriffe von Extremisten haben im Irak über 50 Todesopfer.Dass Kölliker die Wahl in die Regierung geschafft hat, verdankt er aber letztlich nicht der Nähe zu Toni Brunner, sondern vielmehr seinem konzilianten und moderaten Auftreten. Holzschnittartiges Politisieren ist dem eher aggressionsgehemmten Finanzfachmann fremd. Er bezeichnet sich selber als «lösungsorientiert» und «teamfähig». Und offensichtlich ist es ihm im Wahlkampf auch gelungen, sein grösstes Handicap, jenes eines politischen Newcomers, zu überspielen: Kölliker bekleidete vor seiner Wahl noch nie ein politisches Amt. Er werde sich jetzt sputen, «um dieses Manko schnell zu beheben», sagte er.

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