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Nordkorea testet Kurzstreckenrakete

Nach Bekanntwerden des Todes von Kim Jong-il muss eine Destabilisierung der Region befürchtet werden: Nordkorea testete bereits eine Kurzstreckenrakete.

Alarmbereitschaft: Satellitenaufnahme eines Raketenstarts in Nordkorea im Jahr 2009.
Alarmbereitschaft: Satellitenaufnahme eines Raketenstarts in Nordkorea im Jahr 2009.
Keystone

Am Tag der Bekanntgabe des Todes von Machthaber Kim Jong-il hat Nordkorea offenbar eine Kurzstreckenrakete abgeschossen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Regierungsvertreter in Seoul berichtete, erfolgte der Start an der Ostküste zu Testzwecken. Es habe jedoch keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Raketentest und der Todesnachricht gegeben. Das südkoreanische Verteidigungsministerium wollte den Bericht nicht kommentieren.

Südkorea hatte sein Militär nach Bekanntgabe des Todes von Kim Jong-il am Montagmittag (Ortszeit) in Alarmbereitschaft versetzt. Offiziell befindet sich Pyongyang seit dem Korea-Krieg (1950-1953) im Kriegszustand mit Seoul. Militärische Zwischenfälle an der Waffenstillstandslinie sorgen immer wieder für Spannungen. Nachfolger des mit 69 Jahren verstorbenen Kim Jong-il wurde laut nordkoreanischen Staatsmedien dessen drittältester Sohn Kim Jong Un.

Der Raketentest sei von Südkoreas Militär genau beobachtet worden, sagte der Regierungsvertreter in Seoul weiter. Offenbar versuche der Norden, die Waffe mittels Tests zu verbessern. Demnach hatte die Rakete eine geschätzte Reichweite von 120 Kilometern.

AFP/jak

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